Information zu den Affenpocken

Im Kanton Zürich sind über 30 Affenpocken-Fälle bekannt (Stand 11.7.2022). Affenpocken werden durch das Affenpockenvirus (auch Monkeypox Virus, MPXV) verursacht. Eine Affenpockenerkrankung verläuft bei den meisten Menschen (so auch bei unseren Fällen) mild und heilt in der Regel von alleine ab. Übertragen wird das Virus hauptsächlich durch engen Haut-zu-Haut-Kontakt (Sex, engem Umarmen, Massieren, Küssen)  und selten auch durch Tröpfcheninfektionen. Eine Impfung ist in der Schweiz zur Zeit noch nicht erhältlich. Eine Impfung gegen das Menschenpockenvirus (durchgeführt bis Jahrgang 1972) scheint einen schützenden Effekt zu haben.  

Symptome können innerhalb von 5 bis 21 Tagen nach Kontakt mit einer Person mit Affenpocken auftreten. Führendes Symptom sind Hautveränderungen (Pickel, Blasen, „Wunden“), welche teils schmerzhaft sind, v.a. im Genital- oder Analbereich. Es können aber auch andere Hautstellen betroffen sein, wie Hände, Füsse, Brust, Gesicht, Mund. Die Erkrankung wird häufig von allgemeinen Krankheitssymptomen (Fieber, Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen, geschwollene Lymphknoten, Frösteln oder Abgeschlagenheit) eingeleitet oder begleitet. Einige Menschen haben jedoch keine allgemeinen Krankheitssymptome. 

Insbesondere die Hautläsionen sind hoch infektiös. Erst wenn alle Wunden, einschliesslich des Schorfs, abgeheilt sind und sich eine neue Hautschicht gebildet hat, ist man nicht mehr ansteckend. Dies kann mehrere Wochen dauern.   

Typische Hautbefunde findet ihr hier: 

Bildquelle: UK Health Security Agency (Monkeypox: background information – gov.uk)

Verdachtsfälle und bestätigte Laborfälle müssen wir namentlich dem Kantonsarzt melden, damit ein Contact Tracing in die Wege geleitet werden kann. Daher unsere Bitte an Sie: Sollten Sie Symptome an sich bemerken, melden Sie sich bitte bei uns und haben Sie keine falsche Scham. Nur so können wir die Ausbreitung des Virus bestmöglich vermeiden.  

Weitere Informationen zum Affenpockenvirus finden Sie hier.